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Sieg über die Halbmarathondistanz

Schneller als Weltmeisterin

Bilder aus Dijon (klick hier)

In die Dijon stand eine Etappe vom World Inline Cup mit besonderen Vorzeichen auf dem Programm. Endlich wieder mal Rennluft bei einem Strassenkurs schnuppern. Nicht nur, dass dies gleich auch Austragungsort der Master WM war. Viemehr auch eine Etappe mit gemischten Rennen über die Halbmarathondistanz (Männer und Frauen) bzw. ein Rennen, bei dem die Junioren mit den Eliteläufern mitfahren durften/mussten. Die Strecke von Dijon ist rasch zu umschreiben. Man nehme zwei enorm grosse Kreisel, verbinde diese mit einer langen Geraden, spicke das ganze mit einem rauhen Asphalt und seitenabfallender Strasse hin zum Gehsteig und schon hat man eine 2.2 km lange Strecke, wo die Athleten mehrmals vorbeidüsen. Damit das Ganze auch noch einen zusätzlichen Reiz bekommt, steigt die Zielgerade jeweils an, was ganz schön in die Beine geht. Die Masters haben sich mächtig ins Zeug gelegt und besonders das Rennen mit Susanne Zellweger (aus der Schweiz, nicht aus der Tschechei, wie irrtümlich verkündet) zog einem in den Bann. Lange Zeit fuhr ein Quartett mit einer Holländerin und zwei Deutschen mit hohem Tempo über den Strassenkurs. Einige Runden vor Schluss sah es danach aus, als würde die Holländerin den Anschluss verpassen. Sie holte jedoch bei der nächsten Abfahrt wieder auf und zusammen mit Susanne wurde das Tempo nochmals verschärft. Da vermochten die Deutschen nicht mehr zu folgen und abermals wurde Speedsu ihrem Namen gerecht und gab Vollgas. Im Gesicht der Holländerin war zu erkennen, dass dies zu viel wird, während Susanne immer noch ein Lächeln zeigte. Auf der Schlussrunde war der Vorsprung doch auf gut 50 m angewachsen und die Schweizerin konnte mit einem Schlussspurt als Weltmeisterin über die Ziellinie fahren.
Weil sie mittlerweile zu alt für eine Teilnahme am Eliterennen sei (man höre und staune), hat sich Susanne zum Auslaufen noch zum Halbmarathon angemeldet. In dieser Kategorie startete auch Tatjana. Mit einer fast beängstigend schnellen ersten Runde konnte Tatjana von Anbeginn ganz vorne mitfahren. Und dies, obwohl die Französinnen zu fünft als Team gut harmonierten. Das Tempo blieb weiterhin hoch und die Rundenzeiten waren trotzdem konstant. Zwei Runden vor Schluss dann bereits ein erster Angriff durch Tatjana, was das Feld auseinanderzog. In der Schlussrunde musste der lange Zielsprint von gut 500m entscheiden. Keine einfache Aufgabe, vorbei an Überrundenten und haarscharf den mittenabgrenzenden Döggeli (mit "Gegenverkehr") vorbei. 100m vor Schluss öffnete sich dann doch noch eine Gasse, so dass Tatjana mit einer Schienenlänge vor der starken Französin ins Ziel fahren konnte. Es war ein Hörgenuss, den Kommentar vom Speaker zu hören, der diesen Schlussspurt so schnell wie eine Gewehrsalve begleitete. Tatjana "Schier" hat diesen Halbmarathon gewonnen und konnte gar die frischgebackene Weltmeisterin, Susanne Zellweger, hinter sich lassen. Fairerweise muss nochmals erwähnt sein, dass sie bereits einen Marathon in den Beinen hatte und im Halbmarathon von den mitfahrenden Männern kläglich im Stich gelassen wurde. Diese wollten (oder muss man sagen, konnten) keine Führungsarbeit mehr leisten. Eine Augenweide bei der Siegerehrung zu diesem Halbmarathon war das Abendkleid von Susanne. Sie hat sich vorgenommen, bei einer Titelverteidigung als Weltmeisterin speziell gekleidet aufs Podest zu steigen. Eine Augenweide aber auch der riesige Pokal für Tatjana als Siegerin. Auf einem Holzsockel trohnte ein Glasgefäss, das an Muranoglas erinnert.

Zum Schluss stand noch der Marathon der Eliteläufer auf dem Programm. Leider durften/mussten die Junioren auch gleich mitfahren. Fabian war von Anbeginn weg im Hauptfeld mit dabei. Die Rundenzeiten deuteten auf einen neuen persönlichen Rekord hin. Gleichzeit war dadurch aber auch absehbar, dass das Tempo ganz einfach zu hoch war und so gab er nach 40 Minuten auf. Dies im Wissen, bis dahin mit der Weltelite mitgefahren zu sein. Aber auch um eine Erfahrung reicher, das Tempo evt. etwas früher rauszunehmen und sich einer etwas gemächlicheren Gruppe anzuschliessen. Er war übrigens nicht der einzige, der nach dieser Zeit ausstieg. Ebenso hatte Kalon Dobbin keine Power mehr für ein Weitermachen. Gewonnen hat das Rennen erwartungsgemäss Barth Swings, während sich Nicolas Iten mit dem undankbaren 4. Platz begnügen musste.

Föteli vom Anlass

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