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Training auf der Bahn
Die Eröffnung verursacht Gänsehaut
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Fabian beschreibt den Eröffnungstag (klick hier)
Stephan Keel veröffentlicht herrliche Fotos (klick hier)
Auch heute wurde die Bahn um 12.00 Uhr getestet. Um 10.00 fand die Vorbereitungssitzung der Delegationen und Trainer der teilnehmenden Länder statt. Um 20.30 Uhr dann die grosse Eröffnungsfeier zur Europameisterschaft. Einmal mehr glänzen die Gastgeber nicht wirklich mit vielen Informationen oder gar Bildern. Wir haben uns deshalb bei Blau Gelb Gross Gerau umgeschaut, wo die Schweizer gar löblich erwähnt worden sind.
Die Eröffnungsfeier der Junioren-Europameisterschaft 2011 fand im idyllischen Zentrum von Pollenza statt, hoch oben über den Hügeln der Marken. 20.30 Uhr, die Temperaturen abgekühlt und angenehm, buntes Treiben auf dem Piazza della Liberta. Nach und nach fanden sich die Angehörigen der Athletinnen und Athleten ein, um ihre Sportler würdig zu empfangen. Eine kleine Bühne schmückte den Piazza, die Fahnen der teilnehmenden Nationen flatterten im Wind. Es lag Spannung in der Luft, als, begleitet von einer Blaskapelle, die Speedskater hinter der Europafahne die enge Gasse zum Piazza hoch liefen. Leider waren die Reden der Sprecher und Verantwortlichen nur für die Italiener zu verstehen, da eben nur in italienisch gesprochen wurde. Nach dem Alphabet kamen die teilnehmenden Nationen auf die kleine Bühne und stellten sich vor. Das deutsche Team präsentierte sich in bester Laune, alle mit tollen Hüten in den deutschen Farben geschmückt. Besonderen Beifall erhielt der Sprecher der Schweizer Mannschaft, der die EM-Teilnehmer in englischer Sprache begrüsste. Leider verpasste die deutsche Mannschaft das abschliessende Feuerwerk in den Grün, rot und weissen Farben, da sie schon wieder auf dem Weg in ihr Hotel waren, um sich für die morgigen Rennen vorzubereiten. Start ist um 10 Uhr mit den 300m Qualifikationsläufen der Junioren-B. (Quelle http://speed.blau-gelb-gg.de/).
Der Schweizer Sprecher war im übrigen Martin Hänggi (Coach der Schweizer Juniorennationalmannschaft). Mehr zu seiner Person kann unter www.kidsonskates.ch in Erfahrung gebracht werden. Martin hat mit den Ansprachen in Hochdeutsch, Schweizerdeutsch, Italienisch und Englisch für Sympatien bei seiner Präsentation der Kadermitglieder im Publikum und bei den Athleten aus 28 Nationen gesorgt. Martin ist ein Sportler durch und durch und die Sportler sind bei ihm bestens aufgehoben. Ein "Sonnenschein" auf Rollen mit viel Erfahrung als Sportler und Trainer, der stets für positive Stimmung sorgt.
Gelungener Schweizer Auftritt
Der dritte Tag und zugleich der Eröffnungstag der Europameisterschaft 2011 begann für alle um 8.00 Uhr mit dem Frühstück, das heute um einiges besser ausfiel. Die Hoteliers haben Brot, Yoguhrt, Butter, Milch etc. zur Verfügung gestellt. Nach dem Frühstück konnten wir uns auf das Training vorbereiten. Wie immer war die Betreuung von Marcel Güntert (Präsident SRV, Dep. Speedskating) top. Er hat uns die Wasserflaschen brav ins Zelt gebracht und auch an kleine Snacks hat er gedacht. Dies verdient natürlich einen besonderen Dank. Unser Training wurde von 12.00 bis 13.00 Uhr eingteilt. Heute hies es einfach nur noch, locker auf den Skates bewegen und den letzten Feinschliff für den morgigen Tag anbringen. Wir haben etwas für die Langdistanz geübt und vor allem war uns wichtig, dass wir einen guten Teamauftritt hinlegen konnten. Das heisst, wir sind viel zusammen in einem Pulk gefahren. Nach einem kurzen Ausdehnen ging es zurück ins Hotel und direkt an den Mittagstisch. Auf dem Speiseplan stand heute vor allem Fisch und andere Meerestiere. Um 14.45 Uhr waren wir mit dem Essen fertig und wir konnten in unsere Zimmer, um uns ein bisschen ausruhen zu können. Den Nachmittag konnten alle Athleten, die den 300 m Sprint fahren, selber gestalten. Martin war es wichtig, dass wir uns gut ausruhen und Spass haben. Ein paar Athleten genossen auch die erste Masage bei Tako und Maria. Und so verging auch dieser Nachmittag wie im Flug. Am heutigen Tag konnten wir schon um 17.30 Uhr zu Abend essen. Es gab Nudeln mit Salat, es war ein eher kurzes Essen. Für Marco und Benj, die den 300 m nicht fahren werden, hiess es nach dem Abendessen: ab auf die Bahn mit Martin. Die drei haben noch ein wenig auf der schnellen Bahn trainiert. Kurz vor 20.00 Uhr kamen die drei wieder zurück, die anderen Athleten haben sich in dieser Zeit ausgeruht und machten sich parat für die Eröffnungsfeier, die in der kleinen Stadt Pollenza stattfand. Zuerst versammelten sich alle Nationen am Ende des Städtchens, wo auch die Flaggen und Tafeln verteilt wurden. Zu unserem Ärgernis wollten die Italiener uns eine Europäische Flagge andrehen, was wir aber auf jeden Fall verneint haben. Wir hatten selber viele Fahnen mit dabei und konnten also gut auf die kleine Flagge, die der Veranstalter verteilen wollte, verzichten. Ich hatte die Ehre und durfte die Tafel mit der Aufschrift "Svizzera" durch die ganze Stadt tragen. Alle Nationen mussten auf eine grosse Bühne, und die Moderatoren haben uns begrüsst. Als wir Schweizer auf die Bühne kamen, hat Martin als unser Entertainer und Sprecher voll Gas gegeben. In Hochdeutsch, Schweizerdeutsch, Englisch und Italienisch stellte er uns vor. Danach wollten sie uns nicht mehr von der Bühne lassen. Neben den Italienern war die Schweiz die Nation, die am längsten auf der Bühne geblieben ist. Wie sich am Schluss herausgestellt hat, war sie auch die Nation, die in bester Erinnerung bleiben dürfte. Martin wurde nämlich noch von vielen Italienern verabschiedet und man hörte von den Einwohnern oft: "Cioa Martin"! Ich würde sagen, ein gelungener Schweizer Nationalkader-Auftritt der Schweizer :-)
Mit sonnigen Grüssen
Fabian Gyr
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